Schaumwein
Prosecco ist ursprünglich der Name einer alten Rebsorte aus Venetien. Bereits im Altertum war der Prosecco als vinum Pucinum hochgeschätzt.
Da der Wein den Namen einer Traubensorte trägt, könnte er grundsätzlich überall hergestellt werden. Jedoch nur Prosecco aus einer gesetzlich definierten Region um die Gemeinden Valdobbiadene und Conegliano dürfen den Status eines „DOC“-Prosecco bei Einhaltung vorgeschriebener Qualitätsstandards tragen. Weine, Perlweine und Sekte aus der gleichen Traube aus anderen Teilen Italiens dürfen nur die Bezeichnung „IGT“ tragen.
Jedoch müssen IGT-Spumanti nicht unbedingt schlechter sein als solche aus der DOC-Region. Auch in den umliegenden Gebieten, wie zum Beispiel dem Anbaugebiet Aquileia im Friaul, wachsen hervorragende Prosecco-Trauben für die Spumante-Produktion.
Das Anbaugebiet des DOC-Prosecco liegt in der Provinz Treviso in Venetien in den Hügeln der Trevisaner Voralpen. Es umfasst zwei Anbaugebiete mit insgesamt fünfzehn Gemeinden; das Flüsschen Soligo markiert die Grenze zwischen den beiden Anbaugebieten Valdobbiadene und Conegliano. Die bekanntesten Weinbaugemeinden sind außer den Hauptorten Valdobbiadene und Conegliano unter anderem San Pietro di Barboza, Santo Stefano, Guia, Col San Martino, Refrontolo, Rolle, Arfanta di Tarzo. Diese letzteren zeichnen sich nicht nur durch den Weinbau, sondern wegen ihrer reizvollen Lage in den Hügeln der Altamarca Trevigiana auch als Touristenmagnet aus.
Fälschlicherweise wird der Begriff Prosecco häufig auf das gleichnamige italienische Dorf in der Nähe von Triest zurückgeführt. Auch die Verbindung zum italienischen secco (trocken) ist rein zufällig.
























